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Einzel-, Team- oder Organisationsanalyse?

DISC, 16 Personalities, Big Five, Gallup, Code18 oder Great Place to Work – die Zahl der Persönlichkeits-, Team- und Organisationsanalysen wächst stetig.

Der zunehmende Fokus auf Menschen ist eine positive Entwicklung und eröffnet große Chancen für persönliches und gemeinsames Wachstum. Doch Assessments allein bewirken keine nachhaltige Veränderung. Werden sie isoliert eingesetzt oder als einmalige Maßnahme verstanden, bleibt ihr Nutzen oft begrenzt. Der eigentliche Mehrwert entsteht erst dann, wenn Erkenntnisse in Gespräche, Entscheidungen und konkrete Maßnahmen übersetzt werden.

In Vorträgen, Workshops und Gesprächen werde ich häufig gefragt:

„Worin unterscheiden sich Persönlichkeitsanalysen, Teamanalysen wie Code18 und Organisationsbefragungen?“

Oder:

„Sind die in Code18 gemessenen Kräfte und Faktoren mit Persönlichkeitsprofilen vergleichbar?“

All diese Instrumente liefern wertvolle Erkenntnisse. Entscheidend ist jedoch zu verstehen, dass sie auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen und unterschiedliche Fragen beantworten.

Deshalb sollte vor der Einführung oder Neubewertung eines Analyseinstruments immer eine zentrale Frage stehen:

Was möchten wir verstehen – und warum?

  • Persönlichkeitsanalyse → Wie ticke ich?
  • Interaktionsanalyse → Wie arbeiten wir erfolgreich zusammen?
  • Teamanalyse → Wie leistungsfähig sind wir als Team?
  • Organisationsanalyse → Wie erleben wir unsere Organisation?

Werfen wir einen Blick auf diese vier Ebenen: das Individuum, die Beziehung, das Team und die Organisation.

1. Persönlichkeitsanalysen: Wie ticke ich?

Zu den bekanntesten Verfahren gehören DISC, 16 Personalities, Big Five, BIP oder Gallup.

Persönlichkeitsanalysen richten den Fokus auf den einzelnen Menschen. Sie beschreiben, wie eine Person typischerweise denkt, fühlt, handelt und auf unterschiedliche Situationen reagiert.

Betrachtet werden dabei beispielsweise Persönlichkeitsmerkmale, Präferenzen, Motivatoren, Stärken, Führungstendenzen und Entwicklungsfelder.

Ihr größter Nutzen liegt darin, die Selbstreflexion zu fördern und eine gemeinsame Sprache für individuelle Unterschiede zu schaffen.

Ihre Grenze besteht darin, dass sie in erster Linie die Person beschreiben – nicht jedoch das Umfeld, in dem sie agiert. Sie helfen zu verstehen, wer jemand ist, sagen aber nur bedingt voraus, wie sich diese Person in einer konkreten Situation verhalten wird.

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2. Interaktionsanalysen: Wie arbeiten wir erfolgreich zusammen?

Einige Ansätze erweitern die Perspektive von der einzelnen Person auf die Zusammenarbeit zwischen Menschen.

Im Mittelpunkt steht nicht nur das individuelle Profil, sondern die Frage, wie Menschen kommunizieren, Vertrauen aufbauen, Feedback geben, Konflikte lösen und gemeinsam Ergebnisse erzielen.

Der Nutzen liegt darin, die Qualität der Zusammenarbeit zu verbessern und gegenseitiges Verständnis zu fördern.

Die Grenze solcher Analysen ist, dass Beziehungen dynamisch sind. Kommunikation und Zusammenarbeit werden von Vertrauen, Erfahrungen, Erwartungen, Timing und dem jeweiligen Kontext beeinflusst – Faktoren, die sich nicht vollständig in einem Profil abbilden lassen.

3. Teamanalysen: Wie leistungsfähig sind wir als Team?

An dieser Stelle unterscheiden sich Lösungen wie Code18 grundlegend von klassischen Persönlichkeitsanalysen.

Teamanalysen betrachten nicht den Einzelnen, sondern das Team als Ganzes.

Sie fragen nicht, wer die Teammitglieder sind, sondern was aktuell im Team passiert.

Dabei werden kollektive Stärken, Entwicklungsfelder, fehlende Fähigkeiten, Energiemuster, Spannungen und leistungsrelevante Faktoren sichtbar gemacht.

Die zugrunde liegende Methodik zeigt, dass Teamdynamik und Zusammenarbeit einen wesentlichen Einfluss auf die Leistung haben – und gleichzeitig durch die jeweilige Aufgabe, das Umfeld und die beteiligten Menschen geprägt werden.

Der Wert einer Teamanalyse liegt darin, ein gemeinsames Verständnis der aktuellen Situation zu schaffen, teambezogene Entwicklungspotenziale sichtbar zu machen und eine Grundlage für abgestimmte Maßnahmen zu liefern.

Ihre Grenze: Sie liefert keine statische Momentaufnahme – weder von einzelnen Personen noch vom Team als Ganzem. Teams entwickeln sich kontinuierlich weiter, und damit verändern sich auch ihre Dynamiken.

4. Organisationsanalysen: Wie ist es, hier zu arbeiten?

Zu dieser Kategorie gehören beispielsweise Great Place to Work und andere Mitarbeiterbefragungen.

Sie untersuchen, wie Mitarbeitende die Organisation insgesamt erleben.

Typische Themen sind Vertrauen in die Führung, Kommunikation, Fairness, Anerkennung, Engagement und Unternehmenskultur.

Der Nutzen liegt darin, die Mitarbeitererfahrung sichtbar zu machen und Bereiche zu identifizieren, die besondere Aufmerksamkeit benötigen.

Ihre Grenze besteht darin, dass sie häufig Symptome leichter erfassen als Ursachen. Sie zeigen, was Mitarbeitende erleben – nicht unbedingt, welche Dynamiken oder Zusammenhänge dahinterstehen.

Vier Ebenen – vier unterschiedliche Fragen

  • Wie ticke ich?
  • Wie arbeiten wir erfolgreich zusammen?
  • Wie leistungsfähig sind wir als Team?
  • Wie ist es, hier zu arbeiten?

Keine dieser Perspektiven ist wichtiger oder richtiger als die andere. Sie betrachten lediglich unterschiedliche Ebenen menschlicher Zusammenarbeit.

Die eigenen Stärken, Motive und Verhaltensmuster zu kennen, ist wertvoll. Ebenso wichtig ist es jedoch zu verstehen, wie Beziehungen funktionieren, welche Dynamiken Teams prägen und wie Mitarbeitende ihre Organisation erleben.

Das Wellbeing Research Centre der Universität Oxford beschreibt „Measure. Understand. Act.“ als eine Kernkompetenz moderner Führung.

Der wahre Wert eines Assessments liegt nicht im Ergebnisbericht. Er entsteht durch das, was danach folgt: die Gespräche, Entscheidungen und Maßnahmen, die aus den gewonnenen Erkenntnissen hervorgehen.

Warum ist das Bedürfnis, uns selbst, unsere Teams und unsere Organisationen besser zu verstehen, in den letzten Jahren so stark gewachsen?

Und welche Erfahrungen hast du mit Persönlichkeits-, Team- oder Organisationsanalysen gemacht?

Let’s talk team!
MARINA&TEAM

Lerne mehr über die Code18 Team Analyse


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