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Leader & Vordenker,

Stärke dein „Ich bin…“

Ich bin Marina.

„Wer bist du? Was ist deine Geschichte?“

Diese Frage stellte man einmal Tim Bergling, alias Avicii (1989–2018) – einem der erfolgreichsten Musikschaffenden unserer Zeit. Seine Antwort war ganz einfach: „Ich bin Tim.“

Nun ja – ich bin Marina.

Du könntest mein LinkedIn-Profil besuchen und dort Geschichten über Projekte finden, an denen ich gearbeitet habe, über Titel, die ich getragen habe, Erfahrungen, die ich sammeln durfte, und was andere über mich sagen. Du würdest sehen, welche Schulen ich besucht und welche Fähigkeiten ich erworben habe.

Doch all das würde dir nicht wirklich erzählen, wer ich bin.

Es würde dir nicht sagen, warum ich mein Studium gewählt habe – oder wie.
Es würde dir nicht zeigen, welche Positionen ich abgelehnt habe – und warum.
Es würde dir nichts über Verluste erzählen, die ich im Leben erfahren habe.
Es würde dir nicht fühlbar machen, wie es ist, mit mir zu arbeiten.
Es würde dir nicht offenbaren, welche Rollen ich eingenommen habe – ohne dabei einen offiziellen Titel zu tragen.
Und es würde keine der Momente einfangen, die mich abseits meiner Laufbahn geprägt haben.

Gestern habe ich einen Beitrag darüber gelesen, wie man lernt, sich in Bewerbungsgesprächen besser und schärfer zu positionieren. Und ich fragte mich:
„Müssen wir wirklich lernen, uns besser zu positionieren – oder sollten wir nicht vielmehr lernen, uns wirklich füreinander zu interessieren?“

Im Dokumentarfilm „I’m Tim“ gibt es eine Szene, in der Avicii bereits ein Weltstar ist. Labels sagten zu ihm:
„Du musst die Aufmerksamkeit der Menschen in den ersten fünf Sekunden gewinnen.“
Das hat seine kreative Kraft und Motivation eingeschränkt – denn letztlich wollte er einfach nur Musik machen. Aus reiner Freude am Schaffen. Und er war ein Genie darin.

Wie oft passen wir uns äußeren Erwartungen und Spielregeln an, statt uns selbst treu zu bleiben?

Die Wahrheit ist: Wir können weder unser eigenes noch das Potenzial eines anderen Menschen je ganz erfassen.
Denn das Wunder liegt zwischen den Zeilen.
Aber eines ist sicher: Kein Song, kein Projekt, kein Titel, kein Abschluss und keine Berufserfahrung definieren, wer du bist.

Vielleicht möchtest du es mit Überzeugung und Kraft laut aussprechen:
„Ich bin …“ Und spüren, wie diese Worte durch deinen ganzen Körper strömen.

Marina surfen

Ich möchte dich heute ermutigen, dir selbst treu zu bleiben und dein „Ich bin …“ zu ehren – ganz gleich, was die Welt von dir erwartet.

Feel, lead, belong
MARINA&TEAM

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